Nachlassversteigerung Pierre Brice

 

 

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Nachbericht zur Nachlassversteigerung "Pierre Brice".

Das Auktionshaus Historia hatte am 7. und 8. November die Gelegenheit, Teile des Nachlasses von Pierre Brice zu versteigern.

Die Witwe des Winnetou-Darstellers hatte das Berliner Haus damit beauftragt, eine Auswahl an Memorabilia, Filmrequisiten und privaten Gegenständen aus der Villa bei Paris zu katalogisieren und so der Fangemeinde zugänglich zu machen. Bereits im Vorfeld zeigte sich reges Interesse von Seiten der Fans, der Presse und Sammlern aus aller Welt, so dass die frisch renovierte und liebevoll dekorierte Halle in Mühlenbeck bei Berlin schon zur Vorbesichtigung gut gefüllt war.

Die Resonanz während der Auktion übertraf jedoch auch die hochgesteckten Erwartungen aller Beteiligten. Mehr als 1500 ausgewählte Objekte kamen sortiert nach den Lebensabschnitten von Pierre Brice zum Aufruf. Den Auftakt machten Spielzeuge seiner frühesten Kindheit. Vom ersten Objekt an, einem gelben Blechauto, welches für 280€ zugeschlagen werden konnte, gab es zum Teil erbitterte Bietgefechte. So wechselte eine Mundharmonika erst bei 750€ den Besitzer, während ein von Pierre Brice handgeschnitztes U-Boot einem Sammler 550€ wert war.

Weit tiefer in die Tasche greifen mussten Fans, wie auch öffentliche Institutionen, wenn es darum ging, eines der begehrten Kostüme zu ergattern, die auf Bühnen wie auch bei Filmdreharbeiten getragen, und von Pierre und Hella Brice handgefertigt wurden. So spielte das Kostüm aus „Winnetous Rückkehr“ 9000€ ein, jenes aus „Mein Freund Winnetou“ 4600€ und ein Ensemble für die Karl-May-Festspiele in Elspe 4200€. Als besonders begehrt erwiesen sich solche Gegenstände, die eng mit Pierre Brices‘ Biographie verstrickt waren.

 

So zum Beispiel ein Dolch aus dem Indochinakrieg 1947/49, welchem er sein Leben verdankte, so wie auch die seltenen Gemälde von seiner Hand, welche bis zu 4400€ einbrachten. Unangefochtenes  Highlight des Events war die Silberbüchse, die Pierre Brice selbst mit den namensgebenden Nägeln beschlug und welche Ihn auf sämtlichen Karl-May-Spielen von 1976 bis 1998 begleitete. Nach einem aufregenden Bietgefecht hatte schließlich ein privater Sammler, der bereits seit zwei Tagen im Saal ausharrte, die Nase vorn, und setzte sich mit einem Zuschlag von 65000€ gegen alle Konkurrenten durch.

Aufgrund der sich überschlagenden Reaktionen von Seiten der Presse und der anwesenden Fans, musste die Auktion kurz unterbrochen werden. Überhaupt war die Veranstaltung gekennzeichnet von einer hochemotionalen und herzlichen Stimmung. Immer wieder ließen die Fans Ihrer Freude freien Lauf und suchten die Nähe zu Hella Brice, die ihnen während der ganzen Auktion zur Verfügung stand. Nach zwei langen Tagen, an den der Auktionator Michael Lehrberger alle Register seiner Zunft gezogen hatte und die Bieter im Saal, wie an den heimischen Bildschirmen zu unterhalten wusste, schloss sich schließlich der Kreis, als bei 18000€ für den privat genutzten Jaguar S-Type der Hammer zum letzten Mal fiel.

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