121. Auktion

 

Versteigerung am Freitag, 11. Juli 2014 ab 12:00  | Auktion beendet

Abgeschlossen | Standard-Auktion

 Auktionstermine

von Fr 11.07.2014 12:00
bis Sa 12.07.2014 21:00

 Vorbesichtigung

Samstag, 5. Juli 2014 10.00 - 16.00 Uhr
Montag, 7. Juli bis Mittwoch, 9. Juli 2014 10.00 - 19.00 Uhr

 Versteigerungsort

Die Versteigerung findet im Auktionshaus statt.

 Zusatzinformationen

Nachbericht zur 121. Auktion am 11. und 12. Juli 2014

 

Mit knapp 3.000 Objekten bot die 121. Auktion ein vielseitiges Angebot für Kunstliebhaber und Sammler. Ein außergewöhnlicher Kabinettschrank aus dem 17./18. Jahrhundert, dessen reich staffierter und lasierter Korpus aus Fichtenholz mit zahlreichen blechbeschlagenen Schubladen versehen ist, wurde trotz seines  restaurierungsbedürftigen Zustandes von 1.000 € Limit auf 5.000 € gesteigert.

 

Bei den Porzellanen wurden die Figurengruppen von Meissen, KPM und Nymphenburg, aber auch Objekte thüringischer Werkstätten gut verkauft. Eine  Allegorie des Sommers, Meissen um 1740, aus der Serie der vier Jahreszeiten mit polychromer Bemalung, fand ihren Käufer bei 1.700 €. Die Blumenverkäuferin der KPM Berlin, eine Ausführung nach einem Entwurf von Prof. Paul Schley von 1913, konnte bei 1.200 € zugeschlagen werden.

 

Ein überraschendes Ergebnis bot die Kronacher Jugendstil-Vase in geschwungener Form und mit Lüsterglasur sowie einer am Hals stehenden Nixe, welche in einem Bietgefecht von dem spekulativ angesetzten Limit von  80 € auf 1.500 € gesteigert werden konnte.

 

In der Abteilung Asiatika wurden die angebotenen Buddha-Figuren sehr gut angenommen. Beispielsweise konnte ein wohl chinesischer Buddha aus massiver Bronze und Vergoldung aus dem 19. Jahrhundert für 1.300 € verkauft werden (Limit 300 €), während ein sechsarmiger Mahakala, im 19. Jahrhundert in Tibet oder der Mongolei in Bronze mit Vergoldung und Farbauftrag gefertigt, für 2.500 € zugeschlagen wurde (Limit 1.200 €).

 

Der abstrahierte  weibliche Akt auf rotem Sessel des deutschen Malers und Bildhauers Christian Peschke (*1946) wurde für 2.200 € verkauft (Limit 1.800 €). Ein Trupp russischer Soldaten, durch einen Fluss reitend, ist auf einem kyrillisch bezeichneten Gemälde dargestellt und fand für 1.000 € einen neuen Besitzer. Ein Biedermeier-Kinderportrait, deutsch um 1840, zeigt ein auf einem Sofa sitzendes Mädchen mit seiner Puppe, ihm zur Seite platziert die kleine Schwester in ihrem Hochstuhl. Das sehr feine kleinformatige Aquarell auf Papier wurde von 800 € auf 1.100 € gesteigert.

 

Besonders russische Käufer interessierten sich für die angebotenen osteuropäischen und russischen Ikonen und durch die so entstandenen Bietgefechte konnten größtenteils sehr gute Zuschläge erzielt werden. Eine russische Ikone aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, welche den Hlg. Nikolaus mit Randheiligen zeigt und mit geschnittenem und ziseliertem Messingoklat versehen ist, wurde von 150 € auf 1.600 € gesteigert.

 

Die nichtversteigerten Objekte sind noch bis circa Ende Juli im Nachverkauf erhältlich.